BRUMMTONSEITE
Viele Anrufer klagen über einen Brummton unbekannter Herkunft in der Wohnung. Bei der Ursachenforschung ist zu unterscheiden zwischen :
- kontinuierlichem Brummen : das ist regelmässig eine Warmwasser - oder Heizungs - Zirkulationspumpe und
- intermittierendem Brummen wie beim Kühlschrank : das sind regelmässig thermostatisch gesteuerte Klimaanlagen ( oder auch Wärmepumpen, die im Zusammenspiel mit Wintergärten bis minus 8 °C heizen ) oder auch Brenner von Heizungen und Blockheizkraftwerken ( siehe dazu neuartige Tieftondämpfer von www.kutzner-weber.de und www.niessing.de; Planer behaupten übrigens gerne, sie müssten nur DIN 4109 einhalten.)
Edelstahlschornsteine absorbieren den Brennerlärm schlechter.
Auch ein gewöhnlicher Kühlschrank bzw. Gefriertruhe, im Extremfall auch mal ein Aquarium an der Wohnungstrennwand zum eigenen Schlafzimmer kann das Ende des Schlafes bedeuten. Hier hilft meistens bereits das Abrücken von der Wand und Aufstellen auf speziellen Gummimatten, die es für Waschmaschinen im Baumarkt gibt.
Seltener sind industrielle Quellen wie Generatoren ( Wasserkraftwerk ) und sonstige langsam drehende grosse Massen, deren Körperschall im schlimmsten Fall kilometerweit über den Erdboden übertragen werden kann. In solchen Fällen hift die Feststellung, seit wann der Brummton auftritt. Oft lässt sich ein Startdatum einer Anlage ( oder deren Umbau / Erweiterung ) einerseits und der Störung andererseits nachträglich feststellen. Sind sie identisch, wirds einfach ...
Die niedersächsische Gewerbeaufsicht schreibt zu
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Grundlagen, Wirkung:
Die Wahrnehmung von Geräuschen mit überwiegenden Anteilen im Frequenzbereich zwischen 10 und 90 Hz (tieffrequente Geräusche) kann durch die im Immissionsschutz verbreitete A-Frequenzbewertung nicht ausreichend abgebildet werden. Häufig beginnt die Belästigung schon bei Überschreitung der Hörschwelle. Das Hörempfinden ist in diesem Frequenzbereich jedoch nicht mehr ausgeprägt. Es stehen eher andere Empfindungen wie z. B. Ohrendruck, Dröhn- oder Schwingungsgefühle und Verunsicherungsgefühle im Vordergrund. Hinzu kommt, dass tieffrequenter Schall, sofern er nicht ohnehin durch Körperschall übertragen wird (siehe auch Erschütterungen), beim Übergang in Gebäude nur wenig abgeschwächt wird und in geschlossenen Räumen mit gebräuchlichen Abmessungen sogar resonant verstärkt werden kann. Verursacher tonhaltiger, tieffrequenter Schallimmissionen sind vorwiegend industrielle Quellen, wie z. B. Ventilatoren, langsam laufende Verbrennungsmotoren, Brenner, Siebe, Mühlen und Schwingförderanlagen aber u. U. auch Verkehrswege.
Messung, Bewertung und Beurteilung:
Seit 1997 existiert ein technisches Regelwerk in Form der DIN 45680, mit dessen Hilfe die Messung und Beurteilung von tieffrequenten Geräuschen nach einem einheitlichen Verfahren möglich ist. Die seit November 1998 gültige Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm sieht ebenfalls eine Beurteilung von tieffrequenten Geräuschen nach dem in der oben genannten Norm angegebenen Verfahren vor. Als Einstiegskriterium für die Messung und Beurteilung nach diesem Verfahren ist LpC - LpA > 20 dB. Das wichtigste Kriterium bei der Beurteilung ist die Differenz des Geräuschpegels im entsprechenden Frequenzbereich zur Hörschwelle.
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Ohrenärzte sagen mir, dass tiefe Töne weniger über das Gehör, sondern als "Knochenschall" wahrgenommen werden. Damit entfällt leider die Tieftonunterdrückung des Ohres, die in der A- Bewertung "gehörrichtig" nachgebildet wird. Plausibler Nachweis : Es wird sofort lauter, sobald der Kopf auf dem Kopfkissen liegt.
Da alle technischen Lärmquellen einschliesslich Autos auf niedrige dB(A) - Werte konstruiert werden, sind die Messwerte bei gleicher Emissionsleistung umso niedriger, je tiefer die Frequenz ist. Konstrukteure werden also dafür belohnt, die Frequenzen abzusenken, gleichzeitig sind tiefere Frequenzen schlechter dämmbar.Dämmmaterialien werden i.a. nur für Frequenzen > 100 Hz konstruiert siehe meine "Bauakustik" und "Home Cinema" - Seiten. Damit ist der Teufelskreis perfekt.
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Es gab in Baden - Württemberg soviele Klagen über Brummtöne teils garniert mit Verschwörungstheorien, dass die Landesanstalt für Umweltschutz in Karlsruhe eine flächendeckende Untersuchung bei den Klägern durchgeführt hat mit dem Ergebnis, dass eine gemeinsame überregionale Ursache nicht vorliegen kann, da unterschiedliche Frequenzen gemessen wurden.
Meine Brummton - Hypothese :
Es gibt fast überall motorische Körperschallquellen, die sich genau dann besonders gravierend auswirken auch über grössere Entfernung, wenn ihre Frequenz eine Resonanzfrequenz des Empfangsraums trifft. Dies liesse sich nachweisen anhand der Raumgeometrie und der gemessenen Brummfrequenz.
Raumspezifisch abgestimmte neuartige Tieftonabsorber, die bisher nur im Bürobreich eingesetzt werden :
Beispiel : Verbundplattenresonator VPR 240 cm hoch, 100 cm breit, 40 kg, aber nur 10 cm tief
Ca. 700 € netto bei :
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Meines Wissens im tieffrequenten Bereich konkurrenzlos.
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